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zittau auessere weberstrAllenthalben machen Spekulationen über Stau und Verkehrschaos in Zittau die Runde. Ein Reporter der Sächsischen Zeitung machte die Probe aufs Exempel und teste die Fahrzeit durch Zittau. - Sowohl im Tagesverkehr als auch im "Berufsverkehr". Fazit: Im "Berufsverkehr" kommt man mit dem Kfz sogar schneller voran. Hier zeigt sich, welche Prioritäten bei der Verkehrsplanung gesetzt werden, während man sich mit dem Rad regelmäßig irgendwie durchwurschteln muss oder Radfahrer, die sich weniger sicher fühlen, für sich gar keine sicheren Verkehrsanlagen finden, da ein System aus Einbahnstraßen die für den Radverkehr nicht in Gegenrichtung freigegeben sind kurze Wege unmöglich machen.
Stadtrat Matthias Böhm setzte sich im Technischen Ausschuss beispielsweise für eine direkte Radverbindung zwischen Ring und Volkshaus bzw. Kronenkino ein, die wir natürlich unterstützen, der zuständige Dezernent aber ablehnte und ein Schieben des Rads empfahl. Angesichts von Straßenraumaufteilung zugunsten des motorisierten Individualverkehrs ein Hohn: Dresdner Straße und Äußere Weberstraße sind aufgrund der Einbahnstraßenregelung de facto eine vierstreifige Straße. Kein technisches Regelwerk sieht für die vorhandenen Belastungen eine Vierstreifigkeit vor. Bei der Aufweitung der Schrammstraße wird mit der Leichtigkeit des Verkehrs argumentiert. Fuß- und Radverkehr sind auch Verkehr!
Wenn eine Verkehrswende gelingen soll und wir angesichts des viel zitierten "demographischen Wandels" menschen möglichst lange Mobilität aus eigener Kraft ermöglichen wollen, kommen wir um ein Umdenken bei den Prioriäten nicht umhin.

Unser Bild zeigt eine solche gefühlte Zittauer "Rush hour" in der Äußeren Weberstraße.

Die Pressemitteilung von Matthias Böhm geben wir hier gern bekannt.