Nav Ansichtssuche

Navigation

ostritz friedensfestUnsere letzte Radtour diese Saison führt uns erneut entlang der polnischen Grenze zum Friedensfest in Ostritz. Diese Radtour mit dem Motto "Radeln gegen Rechts" wird gemeinsam mit dem DGB Ostsachsen als Teil einer Gegenveranstaltung zur Neonazikundgebung "Schild uns Schwert" in Ostritz durchgeführt.

Sie fällt vom Anforderungsprofil her eher gemächlich aus, verläuft sie doch auf ebenem Terrain. Unser Radausflug führt uns auf der beliebten Oder-Neisse Radroute zunächst nach Hirschfelde. Sehr reizvoll ist dann die Etappe durch den herbstlich gefärbten Wald unmittelbar an der Neisse zum Klosterstift und Begegnungszentrum St. Marienthal.  Nur wenig weiter erreichen wir unser Tagesziel, die energie-ökologische Modellstadt Ostritz, wo wir das an diesem Wochenende stattfindende Friedensfest ansteuern (Hinfahrt ca. 25 km, angemeldet durch den DGB).

Nähere Infos dazu unter http://ostritzer-friedensfest.de.

In Ostritz vereinbaren wir, ob wir gemeinsam oder eigenständig zurück radeln. Es besteht auch die Möglichkeit, mit dem Zug nach Zittau zurückzukehren. In Ostritz wie auch bei unserer Heimkehr in Zittau bestehen Gelegenheiten zur Einkehr.

Treff: 3. November, 10 Uhr, Zittau, östlicher Markt (Rathauseingang)

Kontaktdaten: siehe Terminkalender (Ganztagstouren)

radfrei1Der Fahrradklimatest des ADFC hat begonnen. Alle Radfahrer sind dazu aufgerufen, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Die bundesweite Umfrage hilft, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen. In diesem Jahr ist das zusätzliche Schwerpunktthema des Fahrradklima-Tests die Familienfreundlichkeit des Radverkehrs.

Bei der Online-Umfrage werden 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt - beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren auch für Familien mit Kindern sicher anfühlt oder ob man das Rad unkompliziert im öffentlichen Nahverkehr mitnehmen kann. 2016 haben mehr als 120.000 Bürgerinnen und Bürger mitgemacht und die Situation in 539 Städten und Gemeinden beurteilt. In Sachsen waren 23 Städte dabei, davon sieben zum ersten mal.

An der Umfrage teilnehmen können alle, egal, ob sie jung oder alt sind, ob sie viel oder wenig Rad fahren, ob sie mit dem Rad zum Job oder lieber ins Grüne fahren – je vielfältiger die Teilnehmenden sind, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.

Die Umfrage findet zwischen dem 1. September und dem 30. November 2018 über die Internetseite www.fahrradklima-test.de statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

Die Teilnahme am Fahrradklima-Test lohnt sich! Auch in Sachsen hat die ADFC-Studie schon viel bewirkt. So haben aufgrund der Ergebnisse des Fahrradklima-Tests viele Städte ihre Radverkehrskonzepte runderneuert, in Bautzen, Kamenz und Pirna wurden Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet, nachdem diese Kategorie im Fahrradklima-Test schlecht bewertet worden war. Ungezählt sind weitere Beispiele, wo nach der Veröffentlichung der Studie ADFC, Rad-Initiativen, Planer, Stadtverwaltungen und Kommunalpolitiker miteinander ins Gespräch gekommen sind und gemeinsam nach Wegen zur Verbesserung des Fahrradklimas gesucht haben. - Die Ortsgruppe Zittau entstand ebenfalls im Zuge eines Fahrradklimatests.

Zum Fahrradklimatest

Pressemitteilung des Landesverbands zu den Ergebnissen in Sachsen 2017

zittau auessere weberstrAllenthalben machen Spekulationen über Stau und Verkehrschaos in Zittau die Runde. Ein Reporter der Sächsischen Zeitung machte die Probe aufs Exempel und teste die Fahrzeit durch Zittau. - Sowohl im Tagesverkehr als auch im "Berufsverkehr". Fazit: Im "Berufsverkehr" kommt man mit dem Kfz sogar schneller voran. Hier zeigt sich, welche Prioritäten bei der Verkehrsplanung gesetzt werden, während man sich mit dem Rad regelmäßig irgendwie durchwurschteln muss oder Radfahrer, die sich weniger sicher fühlen, für sich gar keine sicheren Verkehrsanlagen finden, da ein System aus Einbahnstraßen die für den Radverkehr nicht in Gegenrichtung freigegeben sind kurze Wege unmöglich machen.
Stadtrat Matthias Böhm setzte sich im Technischen Ausschuss beispielsweise für eine direkte Radverbindung zwischen Ring und Volkshaus bzw. Kronenkino ein, die wir natürlich unterstützen, der zuständige Dezernent aber ablehnte und ein Schieben des Rads empfahl. Angesichts von Straßenraumaufteilung zugunsten des motorisierten Individualverkehrs ein Hohn: Dresdner Straße und Äußere Weberstraße sind aufgrund der Einbahnstraßenregelung de facto eine vierstreifige Straße. Kein technisches Regelwerk sieht für die vorhandenen Belastungen eine Vierstreifigkeit vor. Bei der Aufweitung der Schrammstraße wird mit der Leichtigkeit des Verkehrs argumentiert. Fuß- und Radverkehr sind auch Verkehr!
Wenn eine Verkehrswende gelingen soll und wir angesichts des viel zitierten "demographischen Wandels" menschen möglichst lange Mobilität aus eigener Kraft ermöglichen wollen, kommen wir um ein Umdenken bei den Prioriäten nicht umhin.

Unser Bild zeigt eine solche gefühlte Zittauer "Rush hour" in der Äußeren Weberstraße.

Die Pressemitteilung von Matthias Böhm geben wir hier gern bekannt.